Unser diesjähriges Segelfluglager begann mit der Anreise der meisten Mitglieder am ersten Samstag im August. Nachdem die Anhänger mit den Fliegern gut untergebracht waren, wurden noch schnell die Koffer ausgepackt und dann ein schönes Glas Wein im Aalener Sonnenuntergang getrunken. Ein paar Nachzügler kamen allerdings so spät, dass das Hänger parken und Taschen ausräumen in einer schnellen, nächtlichen Hauruck-Aktion passieren musste. Glücklicherweise haben die Erstankömmlinge auf die Schlusslichter gewartet, da es für unsere gemeinsame Ferienwohnung einen ausgeprägten Schlüsselengpass gab. Ein Schlüssel für alle! Nachdem alle gut angekommen waren, gingen wir auch schleunigst ins Bett, denn schließlich wollten alle für das Fliegen am Sonntag fit sein. Gute Nacht!

Nach dem gemeinsamen, gemütlichen Frühstück haben wir die Flieger aufgebaut und startklar gemacht. Das Wetter war soweit gut gemeldet und alle waren nach dem Bad Sobernheimer Streckenfluglehrgang motiviert zu fliegen. Herry ist mit Felix in unserem Duo Discus gestartet, Burghard mit seiner DG-800, Frank mit der LS4 und Volker mit der LS3a. Das Ergebnis ist eine Gesamtpunktzahl von 1418,74 für den ersten Fluglagertag.

Die nachfolgenden Tage wurden ebenso gut genutzt, wobei die Wettervorhersage schon reichlich Potential zur freien Interpretation gegeben hat. Ohne sich beirren zu lassen, haben unsere fleißigen Piloten jede Wetterlage angenommen und das Beste daraus gemacht. Ein besonders schönes Ergebnis hat Felix mit Herry im Duo Discus erreicht. Nämlich den Tagessieg von allen in Aalen gestarteten mit beachtlichen 528 km, herzlichen Glückwunsch! In gemütlicher Runde haben wir diesen erfolgreichen Tag im Flugplatzrestaurant ausklingen lassen.

Ab Donnerstag wurde es dann aber so warm, das einige von uns sich mehr für den Aufenthalt am Härtsfeldsee in Dischingen begeistern konnten, als bereits morgens in der Hitze am Start auf den Schlepppiloten zu warten. Burghard hatte die Hitze am Boden nichts ausgemacht und er hat sich auf die Abkühlung unter den Wolken gefreut. Belohnt wurde er mit einem schönen Flug von fast 300 km Länge in ca. 2350 m Höhe und einer Umgebungstemperatur von unter 10°.

Zum Abschluss der ersten Woche hat Felix nochmal mit Herry im Duo Discus einen Tagessieg in Aalen abgeräumt und zwar 345 km. Super Leistung!

Am Wochenende habe alle mehr Lust auf Alternativprogramme gehabt, da die Wettervorhersage doch nun eher auf Überentwicklungen mit Gewitter hingewiesen hat. Einige von uns haben in den darauffolgenden Tagen einen schönen Stadtbummel in Ulm genossen. Natürlich inklusive Besuch des Ulmer Münsters. Die Erklimmung der 768 Stufen bei ca. 161 Höhenmeter des Kirchturms, stellte sich jedoch in Anbetracht der beachtlichen Temperaturen eine überaus sportliche Herausforderung dar.

Nicht weniger anspruchsvoll war bei den Temperaturen das Besteigen des Ipf bei Bopfingen. Hier handelt es sich um einen Zeugenberg der Spätbronzezeit mit mächtigen Befestigungsanlagen. Er überragt die Stadt Bopfingen um ca. 200 m und man eine Rundumsicht auf dem Plateau, welches ihn eigentlich wie einen kleinen Vulkan aussehen lässt.

Sehr schön war auch die Flucht vor der Hitze in die Charlottenhöhle bei Hürben/Giengen. Die Führung war die reinste Wohltat bei 8° Umgebungstemperatur, allerdings sollte man schon eine Jacke dabei haben, denn kalte Füße bekam man auf jeden Fall.

Am Dienstag in der zweiten Woche unseres Fliegerlagers haben wir dann einen Kulturtag eingelegt. Herry hat alle dafür begeistert die Freilichtinszenierung des Musicals „Stairway to heaven“ auf der Treppe der St. Michael Kirche in Schwäbisch Hall anzuschauen. Es war ein sehr gelungener Abend, dem ein leckeres Abendessen auf der Terrasse des Sudhauses mit einer unvergesslichen Aussicht vorausging.

Trotz der weiterhin nicht sehr vielversprechenden Wettervorhersage, "geringe bis mäßige Blauthermik“ habe sich unsere Piloten am Mittwoch wieder dem ursprünglichen Vorhaben gewidmet. Sie haben diese Vorhersage ignoriert und unvergessliche Flüge in 3000 + m Höhe gehabt. Offensichtlich heißt geringe bis mäßige Blauthermik in der Schwäbischen Alb > 3000 Meter Basis bei Hammerwolkenthermik!!!

Das hat dann auch noch für Frank zum Tagessieg gereicht. 418 km im angemeldeten Dreieck ergab knapp über 500 Punkte.

Donnerstagabend wurden dann zutiefst zufrieden die Flieger abgebaut und die Koffer für die bevorstehende Heimreise vorbereitet, um dem schlechten Wetter voraus zu sein und Freitagmorgen ganz gemütlich, nach dem gemeinsamen Frühstück, heimzufahren.

Es waren sehr schöne, entspannte und natürlich für die Piloten auch sehr erfolgreiche zwei Wochen, in denen alles dabei war. Wunderschöne Flüge und Freizeit mit Sightseeing auf der wunderschönen schwäbischen Alb.

Bis zum nächsten Mal - ich freue mich schon! Andrea

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