Naja, nicht so richtig Blog, weil nicht regelmäßig, aber hier schon mal ein paar Neuigkeiten und Infos vom Vergleichsfliegen aus Dannstadt.

Wie man auf dem Foto unschwer erkennen kann, ist das Wetter ausnahmsweise mal von nicht acht Achtel Wolken, sondern von sehr schönem blauen Himmel bestimmt. Gut  vor allem für Sonnenanbeter.
Wolken? Weitgehend Fehlanzeige, zumindest im Rheintal. Macht aber nix, schon zwei Wertungstage von zwei Wettbewerbstagen - ungewöhnlich für diesen Wettbewerb.
Selbst der Kuckuck hält sich zurück und beginnt seinen morgentlichen Gesang nicht vor acht Uhr. Alles in allem alles gut.

Der erste Tag versprach noch ganz gute Bedingungen, allerdings schon weitgehend blau und sehr windig. Entsprechend schwierig waren die Bärte zu zentrieren und das eigentlich gute Steigen zu nutzen.
Als Tagesaufgabe war eine AAT gestellt, die das Rheintal und in den Odenwald abdeckte. In der gemischten Klasse waren in drei Stunden minimal 146 und maximal 402 km zu bewältigen. Das Team Pütz / Lentes erreichte den guten 14. Platz mit 667 Punkten bei einer Schnittgeschwindigkeit von 72 km/h, obwohl der Teamanteil Pütz mangels Gesundheit vom Boden aus zuschauen musste.

In der Clubklasse musste die gleiche Aufgabe bewältigt werden. 
Frank Donnermeyer erreichte den 5. Platz mit 504 Punkten bei einer Schnittgeschwindigkeit von 65 km/h, Volker von Garrel den 9. Platz mit 357 Punkten und einem Schnitt von 47 km/h, alles ohne E-Vario und Segelflugrechner. Kopf und Karte halt. Naja, den letzten Wendepunkt hat er dann ja auch um 500 m verfehlt, was ihm nur, Gott sei Dank, 50 Strafpunkte einbrachte aber immerhin noch eine Geschwindigkeitswertung. Die Wettbwerbsleitung reagierte am Abend verhalten nervös, weil Volker doch ein bisschen länger geflogen ist, man vermutete schon das Schlimmste und war sehr erleichtert als es hieß: YB bei 10 km!

Außenlander gab es nur zwei.

Der zweite Tag verhieß noch mehr Warmluft aber nicht mehr so starken Wind wie am Vortag. Wolken? Sah der Wetterbericht nicht so richtig vor. Gott sei Dank waren die Bedingungen dann doch deutlich besser als erwartet. Selbst ein bis zwei Achtel Cumulus bei über 2000 m Basis im Odenwald ließen den großen blauen Himmel über der Rheinebene nicht mehr so schlimm erscheinen. Zumal auch im blauen ganz ordentliche Aufwinde zu finden waren.
Die Aufgaben fielen aufgrund des erwarteten schlechteren Wetters kürzer aus als am Vortag. Man einigte sich wieder auf eine AAT um das Wetter flexibel nutzen zu können. Die gemischte Klasse hatte zwei Stunden und 30 Minuten um mindestens 131 km und maximal 305 km zurück zu legen. Das Team Pütz / Lentes musste heute allerdings komplett die Segel streichen. Dafür greift Herry Pütz morgen wieder an. Ein Mitstreiter wird noch gesucht.
Die Clubklasse hatte nur zwei Stunden um minmal 107 km und maximal 291 km zurück zu legen.
Frank errang den 7. Platz mit 362 Punkten und einer Geschwindikeit von 76 km/h, Volker den 8. Platz mit 340 Punkten und 75er Schnitt.

Da die Startlinie der gemischte Klasse früher geöffnet war als die der Clubklasse, die Aufgabenmindestzeit allerdings 30 länger war, konnte man fast 40 Flugzeuge in einem sehr engen Zeitfenster in Dannstadt landen sehen. Schon beeindruckend wie das funktioniert. 

In der Gesammtwertung nach zwei Wertungstagen steht damit das Team Pütz / Lentes in der gemischten Klasse auf Platz 21. mit 667 Punkten.
In der Clubklasse liegt Frank auf einem guten 5. Platz mit 866 Punkten und Volker auf Platz 9 mit 697 Punkten. Gegen Jan Hertrich, der mit seiner LS7 beide Tagessiege erringen konnte, ist aber kein Kraut gewachsen, und gegen das Libellentrio, die im Team unterwegs sind, wird noch ein Mittel gesucht. Schneller fliegen könnte helfen ;-).

Der dritte Tag wurde von dem sehr guten Wetter im Odenwald beherscht. Als Aufgabe für beide Klassen waren auch diesmal in AAT-Manier vier Zylinder abzufliegen. Die Taktik für diesen Tag beruhte auf der Annahme einen 80er Schnitt zu fliegen. Der erste und die beiden letzten Sektoren sollten nur angeschnitten werden, da dort das schlechtere Wetter erwartet wurde. Dagegen sollte der Odenwaldsektor genutzt werden, den Schnitt zu verbessern. Die Theorie kollidierte jedoch kollosal mit der Praxis, da der Odenwaldsektor zu klein und der Schnitt bis dahin 121 km/h (!) betrug. Also mussten in den schwachen Sektoren noch 22 Minuten in Kilometer umgesetzt werden ohne abzusaufen. Gar nicht so einfach, wie viele feststellen mussten, nicht war Jan?
Für Frank reichte es dennoch für den 2. Platz mit immerhin noch einem knapp 94er Schnitt und wurde in der Gesamtwertung auf den 3. Platz vorgespült. Lediglich die K6 war (wieder einmal) besser. Volker erreichte Platz 12 und rutscht damit um einen Platz nach unten auf 10 in der Gesamtwertung.
in der gemischten Klasse war für Herry, der wieder einigermaßen auf dem Damm war, und seine Begleiterin, Platz 13 drin. Moment mal, Begleiterin? Ja, jetzt hat es Felix erwischt und Herry hat sich Uschi als Co für den Flug geangelt. In der Gesamtwertung ging es damit von 21 auf 19 hoch.
Abends fand das Bergfest des Wettbewerbs statt. Es wurde wieder lecker gekocht und in geselliger Runde gab es jede Menge Möglichkeiten zum Austausch über technische Raffinessen und gemütliche Gespräche. Vielen Dank an unsere Gastgeber auf diesem Wege.

Der vierte Tag bringt einen Überraschungserfolg für Stephan Schnell, der seinem Namen alle Ehre machte und einige entnervte aufgaben, weil der Einstieg in den Odenwald bei strammen Ostwind einfach nicht klappen wollte. Für andere wiederum war diese Hürde sehr viel kleiner, hatten sie doch zuvor den Einstieg in eine Odenwald Leewelle geschafft, die konstantes, laminares Steigen bis über 2500 m ermöglichte und damit das vorgleiten gegen den Wind angenehm gestaltete. Frank und Volker waren bei den Glücklichen. Die AAT Aufgabe der Clubklasse sah aber noch einen langen Endanflug gegen den Wind vor, der sich im nachhinein aber durch tragenden Linien und dadurch durch hohe Endanfluggeschwindigkeiten bis zum roten Strich auszeichnete. Am Ende des Tages sprangen für Frank und Volker die Plätze 6 und 7 heraus. Immerhin 7 Piloten erreichten ihr Ziel nicht. In der Gesamtwertung konnte Frank damit Platz 3 verteidigen und Volker sich auf den 8. Platz verbessern.
In der gemischten Klasse gab es endlich die von vielen sehnlichst herbeigewünschte Racing-Task, die von den ersten vier mit Schnittgeschwindigkeiten jenseits der 100 km/h absolviert werden konnten. geangelt. Für Herry und Uschi, die wieder als Co mit von der Partie war, sprang am Ende Platz 17 dabei heraus, nachdem einige Strafpunkte für das zu tiefe einfliegen in den Zielkreis abgezogen wurden. In der Gesamtwertung konnte sich das Team damit auch auf Platz 17 vorschieben.
Damit ist das erste Wochenende
bereits vorbei und wir dürfen gespannt sein, wie sich das Wetter für nächstes Wochenende entwickelt. Die Vorhersage ist bisher leider ziemlich durchwachsen, aber wir hoffen mal auf ein paar gut fliegbare Pfingsttage.

Zweites Wochenende

Der fünfte Tag. Das gute Wetter vom letzten Wochenende hat sich verzogen und dem typischen Dannstadtwetter Platz gemacht."Eine sehr gute Luftmasse, allerdings nur in einem kleinen Fenster bei starkem Wind" hieß es dementsprechend im morgendlichen Briefing. Zudem wird auf der 23 aufgebaut, da der Wind ja noch drehen wird. Ahja.
Die Aufgabe für das Wetter war recht ambitioniert. Dank AAT in der Clubklasse konnte man die Route aber so optimieren, das man im Rheintal bleiben konnte.
Startbereitshaft 12:30. Doch das Wetterfenster ließ auf sich warten. Zwei Schnupperer konnten sich nicht in der Luft halten. Also warten.
Neue Startbereitschaft 13:30. Dann soll auch die B starten, aber Peter traut sich noch nicht. Lieber erst um 14:00 Uhr. Dann endlich 14:20 der erste Schlepp der Clubklasse. B vermeldet 0,5 m/sek steigen, der Rest soll noch warten. Ne doch nicht, denn jetzt schon 1 m/sek steigen. Also los.
Ausklinken in 600 m unter einem Wassersack, der natürlich nicht zieht. Wo sind die anderen? Wo der nächste Bart? 300 m, jetzt wird es Zeit sich Richtung Dannstadt zu orientieren. Der starke Wind schiebt weg vom Platz. Dann kurze Landung und sitzen bleiben, damit man gleich wieder geschleppt werden kann. Doch daraus wird erst mal nichts. Der Rückhohler kommt allein weil zuvor noch die HO vom Himmel gefallen ist. Dann landen in schneller Folge QS, CL, MZ, KE, FS, YB und zum Schluss noch die 7J. Auch die K6 kreist mit zwei weiteren in sehr nidriger Höhe unweit des Platzes, driften aber langsam aus dem Sichtfeld.
Langsam kommt das gute Wetterfenster in Sicht und bevor KE, DT und 7J nochmals starten, wird die Aufgabe um einen Wendepunkt und in der Zeit gekürzt.
Hinter den Wiederstartern werden die ersten der gemischten Klasse mit leichtem Rückenwind geschleppt, bis sich die Erkenntnis durchsetzt, dass das keine so schlaue Idee ist. Den Start auf die 05 umzubauen ist keine Option, da die Zeit nicht mehr zur Verfügung steht.
Also wid die gemischte Klasse neutralisiert.
Derweil machen sich die ersten Rückholer auf den Weg. KE ist knapp 10 km weit gekommen und auch die 7J ist nach der ersten Wende auf den Acker.
Am Abend kristalisiert sich langsam heraus, das niemand die Aufgabe geschafft hat und es auch wohl keine Wertung geben wird. Moralisch am weitesten hat es noch die K6 geschafft, die erst nach der dritten Wende aufgeben und die Rücktour nach Dannstadt auf dem Landweg antreten musste. Immerhin ein Achtungserfolg. Felix Meier war am nächsten dran, die Aufgabe zu vollenden. Letzlich habe ihm 10 km auf den Zielkreis gefehlt. Schade.
Obwohl das Wetter nicht mehr so schön war wie am ersten Wochenende, so schmeckt das Bier nach dem Flug dennoch.



Für die nächsten beiden Tage sieht das Wetter nicht so gut aus, sollte also die Wertung nach Tag 4 auch das Endergebnis sein? Wir werden sehen.

Der sechste Tag scheint die Fortführung des vorherigen Tages zu werden, zumindest ist die Wettervorhersage bescheiden. Alfred Perlich, der das Wetterbriefing übernommen hat, da Rosi am Hockenheim Wettbewerb teilnimmt, war sehr bemüht nur die guten Aspekte darzustellen. Selbst die Zeile "für den Streckenflug keine nutzbare Thermik" im Segelflugsportbericht fand keine Erwähnung. Ein Schelm, der dabei böses denkt!
Tatsächlich war das Wetter in Teilen durchaus fliegbar und vier von dreizehn in der Clubklasse gestarteten Piloten konnten die AAT des Tages tatsächlich mit einer Zeitwertung beenden. Der Rest, immerhin neun Piloten, mussten sich zurückschleppen oder -fahren lassen. Frank erreichte trotz Außenlandung im Endanflug noch den 5. Platz und konnte damit in der Gesamtwertung den 3. Platz behaupten. Volker führt auf Platz 6. die Riege derer an, die es nur bis in den ersten Wendezylinder geschafft haben oder schon auf dem Weg dorthin einen alternativen Landeplatz ansteuern mussten. In der Gesamtwertung rutscht er damit allerdings um einen Platz auf 9 ab.
In der gemischten Klasse erreichten immerhin 10 von 22 für die gleiche Aufgabe ihr Ziel. Lediglich die Aufgabenzeit war hier 30 Minuten länger angesetzt worden. Felix und Herry mussten schon nach knapp 70 km die Heimkehrhilfe bemühen und erreichten den 16. Platz. In der Gesamtwertung war für die beiden allerdings aufgrund der krankheitsbedingten Ausfälle am ersten Wochenende nicht mehr als Platz 17 erreichbar.

Der siebte Tag wurde bereits früh neutralisiert. Selbst Alfred und Peter Franke, der wie jedes Jahr einen souveränen Wettbewerbsleiter abgab, konnten beim besten Willen kein geeignetes Wetterfenster finden, in dem das Feld eine Aufgabe hätte absolvieren können. Also stellt die Wertung nach Tag sechs auch die Endwertung dar. In der gemischten Klasse erreichte das Team Lentes/Pütz den 17. Platz, in der Clubklasse erreichte Volker den 9. und Frank den 3. Platz.

An dieser Stelle vielen Dank an die Ausrichter des Wettbewerbs. Es hat wieder viel Spaß gemacht und gelernt haben wir auch sehr viel. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Jahr und das 32. Dannstädter Vergleichsfliegen!

 

 

 

 

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